Die fünf Prinzipien von EmoTy® – wie wir mit euch arbeiten
Bevor ihr euch auf Nähe einlasst, wollt ihr wissen, worauf ihr euch einlasst. Die fünf Prinzipien beschreiben den Rahmen, in dem jeder EmoTy®-Kurs stattfindet. Sie gelten immer – egal, welches Format ihr bucht. Dazu gehört auch: Shibari ohne Nacktheit, in kleinen Gruppen und mit klaren Absprachen.

Die 5 Prinzipien
Der Rahmen: wie wir mit euch arbeiten – damit ihr euch von Anfang an sicher und gut aufgehoben fühlt.
Emotionale Intelligenz – eine gemeinsame Sprache für Nähe
Bei EmoTy® steht nicht der perfekte Knoten im Mittelpunkt, sondern das, was zwischen euch passiert. Jede Berührung, jede Pause und jeder Blick zeigt, wie es euch gerade geht.
Ihr lernt, eure eigenen Gefühle bewusster wahrzunehmen, sie in Worte zu fassen und die Signale eures Gegenübers feiner zu lesen. Das Seil ist dabei ein Hilfsmittel, kein Muss: Es verlangsamt, lenkt die Aufmerksamkeit und macht Nähe spürbar.
- mehr Aufmerksamkeit für die eigenen Gefühle und die des anderen
- eine gemeinsame Sprache für Wünsche und Grenzen
- Vertrauen, das auch im Alltag trägt
Vertiefung in den Säulen: Achtsame Kommunikation und Resonanz & Körpersprache.
Wissenschaftliche Fundierung – Nähe, die man verstehen kann
EmoTy® stützt sich auf Erkenntnisse aus der Bindungsforschung und der Polyvagal-Theorie. Diese Modelle erklären, warum sich Menschen in Nähe sicher oder unsicher fühlen und wie das Nervensystem auf Berührung, Halt und Tempo reagiert.
Daraus leiten sich klare Prinzipien für die Praxis ab: langsames Ankommen, regelmäßiges Nachspüren und bewusste Übergänge. So wird aus einer Technik eine gemeinsame Erfahrung, die eure Verbindung stärken kann.
EmoTy® ist Paararbeit und ersetzt keine Paar- oder Psychotherapie. Ausführlich beschreibt Hagen Alkis die Methode im Buch „EmoTy® – Emotionales Fesseln als Beziehungsarbeit“. Ihren praktischen Ursprung hat sie in seinem Buch „Fesseln lernen – Anleitung zum Shibari-Bondage“ (BoD, 2024).
Sicherheit & Consent – Vertrauen ist die Grundlage
Nähe entsteht nur dort, wo sich beide sicher fühlen. Deshalb beginnt jede Einheit mit einem Präsenz-Gespräch: Ihr sprecht über Wünsche, Grenzen und darüber, was heute für euch passt.
- gemeinsame Absprachen vor jeder Übung
- ein klares Stopp-Signal, das jederzeit gilt – ohne Begründung
- sichere Techniken, Wissen über empfindliche Nervenbahnen und eine Sicherheitsschere, die immer griffbereit liegt
- Anleitung durch einen erfahrenen Trainer, der jederzeit ansprechbar ist
Ihr bestimmt das Tempo. Nichts ist Pflicht. Wie aus diesem sicheren Rahmen echte Hingabe wird, übt ihr in der Säule Sicherheit & Sinnlichkeit.
Shibari ohne Nacktheit – bekleidet und entspannt
Viele Paare fragen sich, ob man sich im Kurs ausziehen muss. Die Antwort: Nein. Ihr übt in bequemer Kleidung, in der ihr euch gut bewegen könnt – am besten ohne Reißverschlüsse, Nieten oder Schmuck.
Bei EmoTy® geht es um das, was zwischen euch entsteht: Aufmerksamkeit, Halt und Vertrauen. Dafür braucht es keine Nacktheit. So könnt ihr euch ganz auf euch konzentrieren – ohne Druck und ohne Unsicherheit.
Paar-Fokus – füreinander und miteinander
EmoTy® ist für Paare entwickelt. Ihr übt grundsätzlich miteinander. Nur bei einzelnen Übungen zur Empathie wechselt ihr kurz den Partner: Wer einmal einen anderen Menschen wahrnimmt, spürt danach oft deutlicher, was den eigenen Partner ausmacht. Auch dabei gilt: Alles ist freiwillig. Die Gruppen bleiben klein, mit höchstens 6 Paaren pro Wochenende.
Beide Rollen sind gleich wichtig: Wer bindet, übt Achtsamkeit und Verantwortung. Wer gebunden wird, übt Vertrauen und das Spüren eigener Bedürfnisse. Viele Paare wechseln die Rollen und entdecken sich dabei neu. Mehr dazu in der Säule Vertrauen & Führung.
Häufige Fragen zu den Prinzipien
Muss man sich beim Shibari-Kurs ausziehen?
Nein. Bei EmoTy® übt ihr bekleidet, in bequemer Kleidung ohne Reißverschlüsse, Nieten oder Schmuck. Shibari ohne Nacktheit ist bei uns der Standard.
Was passiert, wenn sich etwas nicht gut anfühlt?
Es gilt jederzeit ein klares Stopp-Signal – ohne Begründung. Eine Sicherheitsschere liegt immer griffbereit, und ihr bestimmt das Tempo.
Wechselt man im Kurs den Partner?
Grundsätzlich übt ihr als Paar miteinander. Nur bei einzelnen Empathie-Übungen wechselt ihr kurz den Partner – und auch das ist freiwillig.
Wie groß sind die Gruppen?
Ein EmoTy®-Wochenende findet mit höchstens 6 Paaren statt.
Ist EmoTy® eine Therapie?
Nein. EmoTy® ist Paararbeit auf Grundlage von Bindungsforschung und Polyvagal-Theorie und ersetzt keine Paar- oder Psychotherapie.
