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Hagen Alkis

Ich bin Gründer von Shibari Münster und unterrichte seit 2017 Shibari-Kurse für Paare in Greven. Aus einer kleinen Gruppe ist eine feste Adresse für Paare geworden, die gemeinsam etwas Neues erleben wollen. Mehr als 200 Paare habe ich bisher begleitet.

Medizinischer Hintergrund

Viele Jahre habe ich im OP gearbeitet. Dieser Hintergrund prägt meinen Unterricht bis heute: Ich achte auf Anatomie, Nervenbahnen und Körperhaltung. So entsteht Sicherheit, die ihr spürt, ohne dass sie das Erlebnis bestimmt.

Werdegang

Ich habe bei international anerkannten Lehrern gelernt:

  • Matthias Grimme (Tatsu Otoko) – Gründer der Hamburg School of Bondage und Pionier der deutschen Bondage-Szene, 2017 beim BoundCon mit dem Lifetime Achievement Award ausgezeichnet.
  • MichaelRopeknight – Instructor für Yukimura-Ryu und Osada-Ryu, seit 2014 Betreiber der Fourelements Kinbaku Lounge. Sein Schwerpunkt: emotionale Verbindung, Achtsamkeit und Intention.
  • MaestroBD (Davide La Greca) – Yukimura-Ryu Instructor und Autor mehrerer Shibari-Bücher, bekannt für präzisen, klar strukturierten Unterricht.
  • Tifereth (Kanada) – Rope-Pädagogin und Performerin, seit 2011 aktiv, mit dynamischem, kreativem Stil bei Harness-Konstruktionen.
  • Visage Deux – Bondage-Lehrer und Fotograf, seit 2010 in der Seilarbeit. Er verbindet Seiltechnik, Körperhaltung und Bildgestaltung.

Ein besonderer Dank gilt den vielen Bunnys, die mich auf diesem Weg begleitet haben. Ohne ihr Vertrauen wäre keine dieser Techniken lebendig geworden.

Daraus habe ich meine eigene Didaktik entwickelt: locker, alltagstauglich und ohne Leistungsdruck. Typische Stolpersteine erkläre ich offen, damit ihr sie selbst lösen könnt. Das nimmt vielen Paaren die Anfangsscheu.

Lehrtätigkeit

Ich unterrichte in vier Formaten:

  • Gruppenkurse
  • Exklusive Paarkurse – nur für ein Paar
  • Wochenendkurse
  • Ausbildung in Shibari und Emoty

Emoty® – mein eigenes Konzept

Aus meiner Kursarbeit heraus habe ich Emoty® entwickelt. Es ist ein eigenständiges Konzept für emotionales Fesseln als Beziehungsarbeit. Es zeigt, wie ihr Shibari bewusst für Nähe, Vertrauen und Kommunikation in der Partnerschaft nutzen könnt.

Mein Ansatz

Für mich ist das Seil nicht das Ziel. Es ist die Weise, wie ihr euch begegnet. Im Unterricht geht es deshalb um mehr als Technik: um Sicherheit, Vertrauen und Geborgenheit, die ihr als Paar erleben könnt, und um emotionale Nähe, die dabei entsteht. Klare Absprachen und Ruhe schaffen den Rahmen, in dem Nähe sich zeigen darf.

Was Paare mir zurückmelden

Paare erzählen mir nach dem Kurs, dass sie den Tag gut fanden und eine neue Möglichkeit zu sich selbst gefunden haben. Genau darum geht es mir: nicht um Perfektion, sondern darum, dass ihr euch einander zuwendet und etwas erlebt, das euch verbindet.

Mein Weg zu Shibari

Shibari wurde für mich zu einem Weg, Zeit mit meiner Frau zu verbringen, auch in den fordernden Phasen unseres Familienlebens: während der Schwangerschaft, in der Stillzeit und in der Betreuung unserer Kinder. In Zeiten, in denen wenig Raum für das Paar blieb, hat uns das Seil bewusste, ungestörte Zeit zu zweit geschenkt. Diese Erfahrung gebe ich heute weiter. Als Hagen Alkis, Gründer von Shibari Münster, ist mir wichtig, dass Paare diese Zeit im eigenen Tempo und mit viel Ruhe erleben können.

Veröffentlichungen

  • „Fesseln lernen – Anleitung zum Shibari-Bondage“ (BoD, 2024)
  • „Emoty – Emotionales Fesseln als Beziehungsarbeit“ (erscheint Dezember 2026)
  • TV-Beitrag im ZDF-Magazin „Volle Kanne“