Shibari Münster · Greven bei Münster

Was ist Shibari? Bedeutung, Herkunft und sichere Praxis

Shibari ist die japanische Kunst des Fesselns mit Seilen. Das Wort bedeutet wörtlich „Binden“ oder „Verschnüren“. Gemeint ist eine ästhetische, sinnliche Fesselkunst, bei der Vertrauen, Nähe und Achtsamkeit genauso zählen wie die Technik.

Auf dieser Seite erfährst du, was hinter dem Begriff steckt, woher Shibari kommt, wie es sich von Bondage unterscheidet und worauf es bei der Sicherheit ankommt.

Bedeutung

Shibari Bedeutung: Was heißt das Wort?


„Shibari“ (縛り) ist im Japanischen ein Alltagswort. Es beschreibt das Binden und Schnüren ganz allgemein, im übertragenen Sinn sogar eine vertragliche Bindung. Im Westen steht der Begriff heute für die gesamte japanische Seilkunst.

In Japan selbst spricht man für die erotisch-ästhetische Fesselkunst meist von Kinbaku (緊縛), „straffes Fesseln“. Viele Praktizierende nutzen beide Begriffe heute fast gleichbedeutend.

Handfesselung und Handführung beim Shibari

Herkunft

Vom Hojōjutsu zur Fesselkunst


Die Wurzeln von Shibari liegen im Hojōjutsu, der Fesseltechnik japanischer Samurai und Ordnungshüter. Gefangene wurden damals nach festen Mustern gebunden, die sogar den Stand der Person anzeigten.

Aus diesen Techniken entstand im 20. Jahrhundert eine eigenständige Kunstform. Künstler und Fotografen machten Kinbaku in Japan bekannt. Ab den 1990er-Jahren fand es als „Shibari“ oder „Japan-Bondage“ seinen Weg nach Europa.

Seile und Ästhetik der japanischen Fesselkunst

Abgrenzung

Shibari und Bondage: Wo liegt der Unterschied?


Bondage ist der Oberbegriff für jede Form des Fesselns. Shibari ist eine besondere Stilrichtung darin, mit eigenen Merkmalen:

Ästhetik

Die Fesselung soll schön aussehen. Symmetrie, Präzision und Ausdruck sind wichtig.

Material

Gearbeitet wird fast immer mit Naturfaserseilen aus Jute oder Hanf.

Prozess

Der Weg ist das Ziel. Das Anlegen der Seile ist selbst Teil des Erlebnisses.

Beziehung

Im Mittelpunkt steht die Verbindung zwischen den beiden Menschen, nicht nur die Fixierung.

Von einem einfachen Knoten bis zur Ganzkörperfesselung ist dabei alles möglich.

Für Paare

Warum Paare Shibari lernen


In vielen Beziehungen ist der Alltag Routine geworden. Zeit zu zweit, echte Aufmerksamkeit und offene Kommunikation kommen zu kurz. Genau hier setzt Shibari an.

Vertrauen

Wer sich fesseln lässt, gibt Kontrolle ab. Wer fesselt, übernimmt Verantwortung.

Kommunikation

Vor, während und nach dem Fesseln sprecht ihr über Wünsche, Grenzen und Gefühle.

Achtsamkeit

Für einen selbst gewählten Zeitraum zählen nur ihr beide. Die Gedanken werden frei.

Sinnlichkeit

Das Spiel mit Macht, Hingabe und Nähe eröffnet einen neuen Zugang zur eigenen Gefühlswelt.

Paar im Gespräch vor dem Fesseln

Als Eltern kennen wir selbst, wie schwer es ist, im Alltag Auszeiten für die Paarbeziehung zu schaffen. Shibari ist für uns wie ein Kurzurlaub: echte Quality Time als Paar, nicht nur als Eltern.

Sicherheit

Ist Shibari gefährlich?


Shibari ist sicher, wenn ihr es richtig lernt. Seile können aber auf Nerven und Blutgefäße drücken. Diese Grundregeln gelten immer.

Mehr dazu in unseren Pflege- und Sicherheitshinweisen für Shibari-Seile.

Das erste Seil wird sicher angelegt

  1. Sicherheitsschere bereithalten. Im Notfall muss jedes Seil in Sekunden gelöst werden können. Zur Sicherheitsschere
  2. Nie allein lassen. Eine gefesselte Person bleibt immer unter Aufsicht.
  3. Hals ist tabu. Seile gehören nie um den Hals.
  4. Regelmäßig nachfragen. Kribbeln, Taubheit oder Kälte in Händen und Füßen sind Warnzeichen. Dann sofort lösen.
  5. Codewort vereinbaren. Ein klares Stoppsignal gilt ohne Diskussion.
  6. Keine Hängefesselungen ohne Ausbildung. Suspensions gehören in erfahrene Hände.

Material

Welches Seil braucht man für Shibari?


Für den Einstieg eignen sich Jute- oder Hanfseile mit etwa 6 mm Durchmesser. Sie sind griffig, halten Knoten gut und liegen angenehm auf der Haut. Für die ersten Fesselungen reichen wenige Seile mit rund 8 m Länge.

Jute- und Hanfseile für Shibari

Kurse

Shibari lernen in Münster


Shibari lernt man am besten unter Anleitung. Seit 2017 zeigen wir Paaren in unserem Studio in Greven bei Münster, wie Fesseln sicher, achtsam und sinnlich gelingt. Vom Anfängerkurs bis zur Ausbildung ist alles dabei.

Weiterlesen: Shibari lernen: Der komplette Anfänger-Guide  ·  Shibari-Glossar: alle Begriffe erklärt

Paar beim Shibari-Kurs in Greven bei Münster

Buch Fesseln lernen – Anleitung zum Shibari-Bondage

Das Buch

„Fesseln lernen“


Lieber zuhause üben? In unserem Buch „Fesseln lernen – Anleitung zum Shibari-Bondage“ zeigen wir Schritt für Schritt, wie ihr eure ersten Fesselungen umsetzt. Mit vielen Fotos und Erklärvideos per QR-Code.

FAQ

Häufige Fragen zu Shibari


Was bedeutet Shibari auf Deutsch?

Shibari bedeutet „Binden“ oder „Verschnüren“. Im Westen steht es für die japanische Kunst des Fesselns mit Seilen.

Ist Shibari dasselbe wie Kinbaku?

Fast. Kinbaku („straffes Fesseln“) ist der in Japan übliche Begriff für die erotisch-ästhetische Fesselkunst. Shibari hat sich im Westen als Name durchgesetzt.

Ist Shibari immer sexuell?

Nein. Für viele ist Shibari Entspannung, Meditation oder Kunst. Ob es sinnlich oder erotisch wird, entscheidet ihr selbst.

Kann man Shibari allein lernen?

Die Grundlagen kannst du mit Buch oder Videos üben. Für sichere Technik empfehlen wir einen Kurs mit persönlicher Korrektur.

Braucht man Vorkenntnisse für einen Shibari Kurs?

Nein. Unsere Anfängerkurse starten beim ersten Knoten und sind für Paare ohne Erfahrung gemacht.

Wo kann ich Shibari in Münster lernen?

In unserem Studio in Greven bei Münster, Kürschnerstraße 5. Alle Termine findest du unter Termine.

Shibari – eine Kunst, die euch fesseln wird.